Sich gegenseitig tolerieren, gut miteinander streiten können und in wichtigen Entscheidungen übereinstimmen, das liegt aus Sicht der Deutschen ganz weit vorn bei den Ansprüchen an eine Beziehung. Die JACOBS Krönung Studie mit der aktuellen Ausgabe Partnerschaft 2012: Zwischen Herz und Verstand zeigt jetzt jedoch: Priorität heißt noch lange nicht Realität. Denn was deutsche Paare im täglichen Miteinander als absolut wichtig erachten, wird oft gar nicht in der eigenen Beziehung gelebt.
29 Prozent der Fest-Liierten stufen Toleranz gegenüber kleinen Macken und der eigenen Meinung des Partners als sehr wichtig für eine gute Beziehung ein, ebenso wie die Fähigkeit miteinander streiten zu können und den anderen wertzuschätzen. So hoch diese Kriterien angesehen werden, so wenig werden sie aber wirklich beherzigt. Das Fehlen von gegenseitigem Respekt (70 Prozent), zu wenig Liebe (65 Prozent) und die vermisste Anerkennung und Wertschätzung (57 Prozent) sind Gründe dafür, mit seinem Partner nicht mehr glücklich zu sein.
Also, Hand aufs Herz: Jeder kann mit Sicherheit eine Priorität benennen, die er selber nicht zu 100 Prozent lebt. Es lohnt sich, seine eigenen Ansprüche in der Realität zu überprüfen, damit diese am Ende nicht zur einer Belastung für die Beziehung werden.
